Es ist so schnell passiert: Der Papierkorb hat gebrannt, das Feuer vom Herd ist auf das Gewürzregal aus Holz übergesprungen oder die Kerze hat im Umfallen den Holzstich beschädigt. Brandschäden sind immer ein Ärgernis – nicht nur im großen, sondern auch im kleinen Ausmaß. Doch nicht immer ist alles verloren. Auch Holz kann nach einem Brandschaden wie neu erstrahlen. Je nach Größe des Schadens können Sie ganz einfach selber Hand anlegen oder den Profi ranlassen. Hier können Brandschäden ganz einfach mit Trockeneis oder mit einem Niederstrahldruckverfahren beseitigt werden.

 

Kleiner Schäden mit konventionellen Reinigungsverfahren beseitigen

Hat ein kleiner Brand Holzmöbel und Co in der Wohnung verunstaltet, kann der Besitzer oft selbst Hand anlegen und zu den herkömmlichen Methoden greifen: Schmirgeln, Schleifen, Kratzen und Bürsten. Die betroffene Stelle
sollte als Erstes abgeschliffen werden, bis der Fleck verschwunden ist – zunächst mit grobem Schleifpapier, danach mit feinerer Körnung. Hier ist Genauigkeit gefragt – zu viel unbeschädigtes Holz sollte nicht weggeschliffen und auch keine Delle im Holz hinterlassen werden. Ist dennoch Letztere entstanden, kann sie mit Wässern wieder entfernt werden. Bei tieferen Dellen helfen Holzpasten, die im Handel erhältlich sind. Hier muss der Farbton richtig sein, damit die Stelle im Nachhinein nicht zu sehen ist. Nach dem Schleifen kommen das Polieren und das Ölen der Holzoberfläche.

 

Die Möglichkeiten der Ausbesserung von Holzböden

Ärgerlich ist ein Brandfleck vor allem auf Laminat, Parkett und Co. Ein lackierter Boden muss vollständig saniert werden, aber bei einem geölten Boden können kleine Maßnahmen helfen. Manchmal reicht es, ein Parkettstab auszutauschen. Ein anderer Trick für kleine Brandflecken auf Parkett soll auch Mayonnaise sein, die auf den Fleck einwirkend diesen entfernt. Ist ein Holzboden nur oberflächlich angegriffen, kann die Brandsanierung mit Trockeneis schnell von statten gehen. Bei Laminat kann jedoch keine Reinigung erfolgen. Abschleifen und Reinigung würden aufgrund der verwendeten zwei Schichten (Träger- und Dekorschicht) eher zu Verschlimmbesserungen führen. Hier hilft nur Austausch des Laminats.

 

Verschiedene Verfahren bei Brandsanierungen

Ist ein größerer Schaden entstanden, sollte zu mechanischen Verfahren gegriffen werden, die meist mit Wasser, auf abrasive Weise oder mit chemischen Reinigungsmitteln arbeiten. Hier stehen unter anderem zur Verfügung:

 

  • Mit Wasser abwaschen (mit oder ohne Reinigungsmittel)
  • mit Wasser abstrahlen (ohne Druck oder Niederdruck)
  • mit Heißwasserdampf abstrahlen
  • Mit Druckwasser abstrahlen (mit und ohne Strahlmittel)
  • mit Hochdruckwasser abstrahlen
  • Trockeneisverfahren

 x clean24 - Brandschäden mit Trockeneis reinigen

Jedes dieser Verfahren hat Vor- und Nachteile. Chemische Verfahren verändern die Struktur nicht, abrasive Methoden hingegen schon. Manche hinterlassen Rückstände, andere nicht. Auch sind nicht alle Verfahren für den Laien geeignet, professionelle Reinigungsmethoden erfordern auch ein Expertenwissen. Besonders Vorteilhaft bei einer Brandsanierung von Holz, hat sich das Trockeneisverfahren erwiesen.

 

Rußentfernung und Brandsanierung mit Trockeneis

Gerade das Trockeneisverfahren hat bei der Beseitigung von Brandrückständen auf Holz starke Vorteile. Es beseitigt nicht nur die Flecken, sondern auch den Geruch, der nach etwa 24 Stunden nicht mehr wahrnehmbar ist. Ebenso verursacht das Verfahren mit Trockeneis keine Strahlmittelrückstände auf dem Holz. Lediglich die Brandrückstände, die durch das Trockeneis abplatzen, müssen im Nachhinein beseitigt werden. Dieses Verfahren ist dadurch umweltschonend, bakterienhemmend, ungiftig und geruchslos. Es handelt sich um eine trockene Reinigung, die keine weiteren Schäden wie beispielsweise abrasive Verfahren verursacht. Alle Verschmutzungen, die durch einen Brand entstanden sind, können so nahezu vollständig und materialschonend entfernt werden.

 

Achtung: Bei großflächigen Bränden ist der Profi gefragt. Sind mehr als nur kleine Stellen vom Feuer oder Löschwasser zerstört, oder gar gesamte Zimmer betroffen, sollte kein Laie ans Werk gehen. Zum einen lauern hier einige Gefahren wie giftige und reizende Stoffe in den Brandrückständen. Zum anderen ist die Reinigung und Sanierung so intensiv und aufwendig, dass eine professionelle Firma dies am besten bewältigen kann. Holz ist ein empfindliches Material und gerade Laien sollten hier sehr vorsichtig sein. Ansonsten sieht das Holz nicht mehr so formschön aus und die Schäden sind am Ende größer. Auch Abfallvorschriften müssen beachtet werden.

 

Aber nicht nur Holz kann nach einem Brand mit Hilfe von Trockeneis wieder in neuem Glanz erstrahlen. Auch das Mauerwerk, Fassaden und andere Oberflächen können so schonend von Ruß und Brandspuren gereinigt werden.

 

 

Bildquellen:

1. https://pixabay.com/de/feuer-flammen-brennen-stuhl-175966/ Fotograf: ernie

2. https://pixabay.com/de/feuer-feuerzeug-die-flamme-firefox-69149/ Fotograf: AgencjaAIAC

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